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Medienpraxis in der Popkultur: T-Shirt-Spruch

Die Standardisierung des Schriftbilds durch die Druckerpresse wurde durch die Einführung serifenloser Schrifttypen wie Helvetica besonders deutlich sichtbar. In Gertrude Moser-Wagners Arbeit "Ein Meter Widerspruch" ergeben die Blockbuchstaben des Begriffs "Widerspruch" ein Stoffmuster, das die Negativ-Positiv-Technik der Druckverfahrens in der Wahl der Farben sichtbar macht: weiße Buchstaben werden auf schwarzes Bautextil, schwarze auf weißes gedruckt.

Die Wahl der Typographie und des Trägermaterials drücken die Standardisierung des zentralen Bedeutungsträgers der künstlerischen Intervention aus: Alle TeilnehmerInnen der Kunstaktion bekommen genau einen Meter Stoff und interpretieren den Begriff "Widerspruch", indem sie mit handgeschriebenen Notizen auf ihn reagieren.

Techniken: > Drucken, > Inszenieren



Übung 2: Variation von Schriftplatzierung und Trägermaterial bei einem T-Shirt

Sie bekommen den Auftrag, den Begriff "Widerspruch" als Grundlage für das Design eines T-Shirts zu nehmen.

1. Als Zeichensatz für den Schriftzug wählen Sie die Schriftart lucida. Welche Bedeutung verleiht diese Schrifttype dem Begriff "Widerspruch"?

2. Welche Bedeutungsaspekte des Begriffs widerspruch betont die Farbkombination von textilem Schriftträger und gedrucktem Schriftzeichen? Wie würde zum Beispiel ein roter Schriftzug auf schwarzem T-Shirt die Textbedeutung prägen? Wie ein schwarzer Schriftzug auf weißem T-Shirt?

3. Stellen Sie sich vor, der Drucktext würde verkleinert auf der linken Brust des T-Shirts stehen: Verändert diese Position die Textbedeutung? Würden Sie den Text lieber am Ärmel, am Bauchnabel oder am Rücken platzieren?