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Texte reflektieren: Beispiel "Handschrift"

Medienkompetenz bedeutet, die spezifischen materialen und kommunikativen Eigenschaften von Sprachmedien bei der Gestaltung von Texten einzusetzen. Jedes Sprachmedium kann andere Sprachmedien "beobachten" indem es sich durch Gestaltungsmerkmale wie Techniken, Materialien und Themen auf sie bezieht. Bei der Digitalschrift wird z.B. offensichtlich, dass sie einen Aspekt des anlogen Drucks durch die Verwendung von Schrifttypen wie Helvetica, Times oder Courier beobachtet und in einen neuen Kontext setzt – so sind die Buchstaben etwa von ihrem Trägermaterial, dem Bildschirm, einfach und schnell zu löschen.

Andererseits ist auch die Handschrift bereits ein "Aufzeichnungsmedium", mit dem man Ideen und mündliche Texte verschriftlichen kann. Sie kann in intermedialen Übersetzungsprozessen auch als Medium für die digitale Aufzeichnung der Stimme dienen, z.B. wenn wir uns die Lyrics eines Popsongs im Radio notieren. Mit der Handschrift reflektieren wir aber auch unsere Gedanken, wenn wir etwa Konzepte mit Bleistift auf Papier skizzieren. Die Reflexionsleistung von Sprachmedien liegt also in zwei möglichen Funktionen: Sie "beobachten" andere Sprachmedien und sie stehen uns als Reflexionswerkzeuge für Denk- und Arbeitsprozesse zur Verfügung.

Klicken Sie bitte auf die Bilder, um zu den Übungen zu gelangen.

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Übung 1:
Reflexion über eine Handschrift

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Übung 2:
Konzeption einer autobiografischen Notiz