Medienpraxis in der Wirtschaft:
Autobiografische Notiz
Die Handschrift eignet sich besonders gut für das Ordnen von Ideen, indem sie diese unmittelbar und direkt zu Papier bringt. Handschriftliche Notizen können schnell korrigiert und ergänzt werden, und Zettel als Trägermaterialien können verschoben und zusammen mit Zeichnungen oder Diagrammen Beziehungen zwischen den Notizen sichtbar machen. Mit der Handschrift wird es also möglich, einzelne Elemente einer Gesamtidee in eine räumliche Ordnung zu bringen.
Ferdinand Schmatz zeigt in seiner Aktion "ESE. Worttabelle von der Wand ab" auf, wie handschriftliche Aufzeichnungen zu hilfreichen Elementen bei der Reflexion und Neuordnung von Gedanken werden. Er setzt die händisch angefertigten Buchstaben des Alphabets in eine räumliche Beziehung zueinander und formt so neue Begriffe ("Neologismen").
Techniken: > Schreiben, > Inszenieren
Übung 2: Konzeption einer autobiografischen Notiz
1. Um sich einen Überblick über Ihre bisherigen beruflichen Erfolge zu schaffen, die Sie mit Ihrem Internet-Auftritt vermitteln möchten, notieren Sie auf verschiedenen Zetteln jeweils eine wichtige Station in Ihrer Karriere. Schreiben Sie zu jeder Notiz, welche professionellen Fähigkeiten und Erfahrungen Sie dabei eingebracht und welches Know-how Sie angewandt haben.
2. Fügen Sie nun jeder Notiz nach Bedarf Ergänzungen hinzu, wie z.B. Daten zu den AuftraggeberInnen, Dauer eines Projekts oder die Höhe des Honorars.
3. Wenn Sie alle Karrierestationen gesammelt haben, legen Sie die Notizblätter vor sich hin und bringen Sie sie in eine chronologische Ordnung. Diese kann von links nach rechts oder von unten nach oben erfolgen, je nachdem, ob Sie eher die zeitlichen oder die hierarchischen Aspekte betonen möchten.
4. Überlegen Sie, nach welchen Aspekten – wie z.B. nach der Wichtigkeit Ihrer fachlichen Kompetenzen für Ihre zukünftigen Zielgruppen – Sie die Notizen auch anders ordnen könnten.