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Ferdinand Schmatz: "Buchstabe P"

In der Kunstaktion "ESE ('Essay'). Worttabelle von der Wand ab" sperrt sich Ferdinand Schmatz in ein Zimmer ein, zerreißt sein Jugendtagebuch, klebt aus dem biographischen Textmaterial das Alphabet und zieht die Sprachzeichen mit dem Bleistift nach. "Im Sinnesrausch" (Schmatz) kombiniert er die collagierten aufgehängten Buchstaben zu Kunstwörtern (z.B. "i wue"), die seine aktuellen Gefühle widerspiegeln und die er in einer Tabelle protokolliert. Die Aktion verweist sowohl auf den Schreibvorgang als auch auf die Entstehung sprachlicher Bedeutung, die in der dreifachen Entfaltung der Handschrift verkörpert wird. Neben den Einträgen der Tagebuchseiten (Handschrift 1), die an der Oberfläche der geklebten Buchstaben zur ornamentalen Spur vergangener Erfahrung werden, erscheint das Collagieren (Handschrift 2) selbst als eigenwillige Form des "Mit-der-Hand-Schreibens" und wird durch die grafische Bleistiftlinie (Handschrift 3) in Richtung Zeichnung erweitert.

> mehr zu "Buchstabe P" (PDF)

Sprachmedium: Handschrift
Sprachform: Neologismen

> Medienpraxis

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Ferdinand Schmatz im Experteninterview am 12. Juni 2008
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Geklebte Tagebuchseite, Bleistift, 1975-77
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