Ruth Schnell: "PLOP"
Die verblüffende Wirkung von Ruth Schnells "PLOP" basiert auf der Trägheit des Auges bzw. des Gehirns bei der visuellen Wahrnehmung. Zuerst sehen die BetrachterInnen nämlich gar nichts außer einem monochromen roten Bild, das an der Wand hängt. Gehen sie dann daran vorüber oder bewegen den Kopf am Bild vorbei, erleben sie eine Überraschung: Haben sie da nicht etwas gesehen? War da nicht ein Wort im Raum? Haben sie sich getäuscht? Sie bleiben also stehen und versuchen noch einmal, die Erscheinung zu erhaschen. Der Trick dahinter ist einfach: in den Bildträger integrierte LED-Leuchtstäbe senden hochfrequente Lichtimpulse aus. Sie sind nach genauer Vorgabe der KünstlerIn so programmiert, dass sie eine Reihe von Wörtern ergeben, die bei "genauem Hinschauen" von den BeobachterInnen entziffert werden können.
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Sprachmedium: Digitalschrift
Sprachform: onomatopoetischer Cartoontext