Peter Weibel: "Zur Rechtfertigung der hypothetischen Natur der Kunst und der Nicht-Identität in der Objektwelt (Text-Welt)"
Eine Bodentastatur stellt bei dieser Arbeit die interaktive, technologische Schnittstelle zur Welt der Texte dar: Sobald die UserInnen den dunklen Raum der Installation betreten, finden sie auf einer Bodenfläche 32 kreisförmige Platten vor, welche die 26 Buchstaben und Sonderzeichen einer digitalen Tastatur repräsentieren. In dem Augenblick, in dem sie auf die Sensorplatten treten, erwecken sie wie von Zauberhand in einer Lichtprojektion eine virtuelle Textwelt zum Leben. Die zuerst in Form einer Schreibmaschinentastatur angeordneten Blockbuchstaben beginnen ihre Kontur zu verändern und sich in dreidimensionale Skulpturen zu verwandeln. Später fliegen sie als skulpturale Objekte im virtuellen Raum umher und formieren sich schließlich zu Fachbegriffen aus der Computerterminologie, der Mathematik und der Sprachphilosophie. Indem Weibel die UserInnen die Kunstwerk-Texte selbst produzieren lässt, führt er den menschlichen Körper in seiner Rolle als Koproduzent sprachlicher Wirklichkeiten vor.
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Sprachmedium: Digitalschrift
Sprachform: animierte Wortskulpturen