Zeitgenossen: "Oros"
Die Arbeit "Oros", ein Modul aus dem Webprojekt "Phantasma", ist Teil einer medienhistorischen Spurensuche von Zelko Wiener und Ursula Hentschläger. Im Bildraum eines unvollendeten Bauwerks erforscht das Künstlerduo das kulturelle Kontinuum, das sich zwischen den Schriftkulturen der Antike und der digitalen Sprachpraxis der Gegenwart erstreckt. Die Berührung interaktiver Graffitis mit dem Cursor animiert die Schriftbilder und bringt Wörter in Griechisch, Deutsch und Englisch zum Klingen. Der Text ist aus fünf selbstreflexiven Sätzen komponiert (z.B. "Endlose Blicke überlagern sich im Vergessen", "Selbstlose Taten erfüllen sich im Nichts"), welche die strukturelle Ähnlichkeit der drei Sprachen demonstrieren und gleichzeitig die Verschiedenheit ihres Klangs hörbar machen.
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Sprachmedien: Digitalschrift, digitale Stimmaufzeichnung
Sprachform: poetischer Prosatext
Sprachform: digitaler Chor
21. Oktober 2008